Die Station ist ein unwirklicher Ort. Sie sieht aus wie ein großer Schornstein, aus dem Rauch kommt, der sich über den ganzen Himmel zieht. So etwas in der Art ist es eigentlich auch. Sie ist umgeben von einer großen Mauer. Der ganze Komplex steht an einer Steilwand. Mario unterstützt die Wachen am Tor. Egar und Dolchschwanz patrouillieren im Innenhof, Zira und ich auf der Mauer.

Es ist mittlerweile dunkel geworden und die Maschine ist abgestellt. Aber richtige Wolken bedecken den Himmel, sodass es stockfinser ist. „ Langweilig! Wir sind hier schon seit Stunden und hier ist nichts verdächtiges. Wie lange müssen wir noch hier bleiben? Es passiert ja doch nichts.“„Wir bleiben hier solange, Mario, bis uns die Einsatzleitung zurück beordert.“ Mario ist sehr ungeduldig ich muss ihn immer wieder zurecht weisen. „Egar, Dolchschwanz, bei euch etwas verdächtiges?“„Negativ!“„Negativ!“ Ich stecke das Funkgerät wieder an meinen Gürtel. Zira kommt mir entgegen. „Na Zira, etwas Auffälliges gesehen?.“„Nein!“ Wir gehen aneinander vorbei. Ich drehe mich um.
„Zira, warte mal!“
„Ja, was ist?“
„Ich frage mich schon länger, was eigentlich deine Tätowierung bedeutet.“
„Das hat gar keine Bedeutung. Es sieht nur gut aus.“

Was war das? Da schon wieder. Das sind doch Schüsse. Sie kommen aus dem Innern des Komplexes. Wie kann das sein?

Plötzlich steigen drei Schwarzdrachen aus dem Schornstein auf. Auf zwei von ihnen sitzen ... Vampire? Jetzt versteh ich gar nichts mehr. Ich ziehe meine Pistolen und schieße. Aber die Schüsse prallen nur ab. Ich sehe zur Seite. Da steht Zira und lächelt mich an. Sie macht keine Anstalten die Feinde anzugreifen. Der Drache ohne Reiter schnellt auf sie zu und verschwindet mit ihr. Der zweite Drache greift die Einheiten am Boden an. Der Dritte bleibt in der Luft vor mir stehen. Sein Reiter zieht sein Schwert. Ich tue es ihm gleich und erhebe mich in die Luft. Ein Feuerball kommt mir entgegen und ich kann ihm gerade noch ausweichen. Als ich mich wieder gefasst habe, fliegt der Drache schon auf mich zu. Auch ihn kann ich ausweichen, aber der Reiter streift mich mit seinem Schwert. Mein linkes Bein brennt wie Feuer. Ich ziehe meine Pistole und schieße aus einer Drehung. Diesmal treffen drei meiner Kugeln. Diese sind zwar nicht tödlich, aber er verliert den Halt und stürzt in die Tiefe. Er verfehlt knapp die Mauer und stürzt weiter den Steilhang herunter. Der Drache macht eine Wende und rast wieder Feuer speiend auf mich zu. Ich erinnere mich, dass Drachen ihre Schwachstelle im Nacken haben. Ich weiche ihm also nach oben aus, verfehle ihn aber knapp. Das Monster schlägt mit seinen Schwanz nach mir und trifft mich am Kopf. Leicht benommen bin ich ihm ausgeliefert. Mit seinen Krallen schnappt er mich und geht in einen Sturzflug über. Wir rasen an der Mauer und dem Steilhang vorbei. Der Boden kommt immer näher. Jetzt ist es aus! Mir wird schwarz vor Augen.